Praxis: Ablauf einer Stunde

So sieht eine Stunde aus:

  • Die Kinder kommen in bewegungsfreundlicher Kleidung.
  • Der Raum und das Material sind jedes Mal in der gleichen Art und Weise vorbereitet.
  • Die Haltung der Psychomotorikerin dem Kind gegenüber ist wertschätzend zugewandt, wohlwollend und bestärkend.
  • Sie achtet auch auf die Einhaltung des Rahmens und der Regeln.

1. Begrüßung

Wir begrüßen die Kinder mit ihrem Namen, wer etwas von den Erlebnissen der letzten Woche erzählen möchte kann dies tun.

Viele Kinder wollen sofort „anfangen“.
Doch wichtig ist, jedes Mal erneut an die Regeln zu erinnern. „Wir achten darauf, uns und den Anderen nicht weh zu tun, wir machen kein Material kaputt, wir sind hier, um zu spielen, um „so zu tun, als ob.“

2. Spielphase

Danach werden die Kinder ermutigt, die vorbereitete „Schaumstoffmauer“ umzustoßen. So wird der Raum freigegeben zum freien Spiel und mit Gestaltung.

Die Kinder handeln selbstbestimmt. In dieser klaren sicheren Umgebung und einem verständnisvollen Erwachsenen drücken die Kinder über die freie Bewegung und das freie Spiel ihre Bedürfnisse, ihren unbewussten Wünsche, Ängste, Fantasien, Sehnsüchte und Emotionen spontan aus.

Springen, klettern, fallen lassen, laufen, verstecken, kreatives Gestalten, Konstruieren, in Rollenspiele eintauchen, sich selbst wahrnehmen, Spielideen ausdrücken  führt zu einem intensiven Selbst-Erleben der Kinder  und dies ist ein wesentlicher Baustein für ihre gesunde ganzheitliche Entwicklung.

3. Repräsentation

Nach der emotionalen bewegungsreichen Spielphase erzählt die Psychomotorikerin den Kindern eine Geschichte oder betrachtet mit ihnen ein Bilderbuch. Diese beinhaltet die gelebten Themen der Kinder.  Die Kinder können sich mehr zentrieren und vom ganzkörperlichen Erleben etwas Abstand gewinnen. Anschließend können die Kinder Kneten, Malen oder Bauen. Nach dem körperlichen Erleben und durch die Worte der Geschichte nehmen die entstandenen inneren Bilder auf die diese Weise durch Farben, Formen oder und Konstruieren Gestalt an.

Im Psychomotorik-Raum findet keine Bewertung statt. Dies führt dazu, dass die Kinder nicht nach ihren Erwartungen des anderen handeln, sondern auf ihre eigenen emotionale einzigartige Art und Weise.

Somit werden die Kinder in ihrer Handlungsfähigkeit, ihrer Kreativität und Kommunikationsfähigkeit gefördert.

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